Im Vorjahr gab es beim 30-jährigen Jubiläumslauf Bilderbuchwetter in einer Bilderbuchlandschaft mit traumhaften Ausblicken auf den Aletschgletscher und die Viertausender im Wallis. Nicht ohne Grund werben die Veranstalter mit dem Slogan „Schönster Halbmarathon Europas“. Und das ist sicherlich nicht übertrieben.

Der Lauf findet in der 2002 von der Unesco zum Welterbe ernannten Aletschregion statt. Laufen entlang des längsten Alpengletschers, schmale Bergpfade, atemberaubende Ausblicke auf die schneebedeckten Viertausender, kleine, reizvolle Bergseen, all das, was das Herz eines Berglauf-Fans höher schlagen lässt. Und mit nur wenigen Ausnahmen präsentierte sich der Aletsch-Halbmarathon meist bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und üppigen Blumenwiesen.

Doch von alledem konnten unsere Läufer wenig sehen, denn diesmal bestimmten Nebel mit vereinzelten Sonnenabschnitten die äußeren Voraussetzungen. Bei den extremen Witterungsverhältnissen in den vergangenen Wochen hätte es auch schlimmer kommen können.

Angetreten waren Edgar Steinke und Hajo Sauter sowie Erich „Öhrli“ Lacher und Reiner Greza, die beide diese Strecke zum ersten Mal liefen. Angefeuert wurden Sie von einem kleinen mitgereisten „Fanclub“, wie Eddies Frau sowie Sanita mit Freundin.

Der Start der 21,1 km langen Strecke war unmittelbar bei der Bergstation der Bettmeralpbahn auf einer Höhe von 1950 Meter. Das Ziel ist auf knapp 2700 Meter unmittelbar am Fuß des Bettmerhorngipfels bei der Bergstation der Bettmerhornbahn. Vom Start ging es zunächst einen Kilometer durch die Ortschaft, vorbei an der Kapelle „Maria zum Schnee“, ein beliebtes Postkartenmotiv, zum Skigebiet. Der Murmeltierlehrpfad wurde gestreift, ehe nach fünf Kilometern mit dem Bettmersee der erste landschaftliche Höhepunkt erreicht wurde.

Hier hat man bei guten Witterungsverhältnissen die ersten atemberaubenden Blicke auf die Viertausender des Wallis wie Dom, Täschhorn, Weißhorn und das Matterhorn. Bis hierhin war es eher gemächlich, galt es doch auf den ersten fünf Kilometern lediglich 150 Höhenmeter zu überwinden. Nach einigen Flachpassagen ging es bis nach Riederalp sogar nochmals bergab, ehe ein leichter Anstieg zur legendären Villa Cassel, in der heute das Zentrum der Naturschutzorganisation „Pro Natura“ untergebracht ist, folgte. Nach der Umrundung des Riederhorns begann ein steiler Anstieg zur 2335 m hoch gelegenen Hohfluh und weiter zur Moosfluh.

Es folgte nun oberhalb des Gletschers der schönste Streckenabschnitt. Der Schlussanstieg war besonders hart und wer bis hier hin seine Kräfte nicht richtig eingeteilt hat, musste dies bitter bereuen. Auf den letzten zwei Kilometern waren nochmals 300 Meter Höhenunterschied zu bewältigen

Mit folgenden Zeiten kamen unsere Läüfer ins Ziel:

Edgar Steinke: 3:32.56,1

Hajo Sauter: 2:59.33,2

Erich Lacher: 3:57.58,5

Reiner Greza: 3:22.58,7